Airbus Final Assembly Line China (FAL C), Tianjin
Infrastruktureinrichtungen

Airbus Final Assembly Line China (FAL C), Tianjin
Produktionsfläche Tianjin, Planung März 2007
Auftraggeber:
Airbus Deutschland GmbH, Hamburg

Bauvolumen:
k. A.

Leistungsumfang:
Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurf, Controlling Leistung während der Ausführung

Zeitraum:
2006 bis voraussichtlich 2009

Airbus Deutschland GmbH plant die Produktion der Single Aisle Baureihen des Typs A320 in China, dessen erste Auslieferung im Jahre 2009 vorgesehen ist.

Auf einem ausgewählten Baugrundstück am geplanten „Tianjin Airport Industrial Park“ soll ein Flugzeugwerk mit allen dafür erforderlichen Produktions- und Infrastruktureinrichtungen erstellt werden. Für das gesamte Werk wurde eine Netto-Nutzfläche von insgesamt ca. 70 ha geschaffen, wovon ca. 60 ha für den Produktionsanteil des Werks vorgesehen sind. Sämtliche hier aufzustellenden Fertigungshallen sind über Ver- und Entsorgungsleitungen mit sämtlichen Medien zu erschließen. Ferner sind Stellplätze, Schlepp- und Rollwege für Flugzeuge der Baureihe A320 herzustellen.

Die Bauausführung der Produktionshallen und der Infrastrukturmaßnahmen erfolgt in einer zeitlich abgestimmten Reihenfolge über einen rd. 2-jährigen Zeitraum. Die Ver-/Entsorgungseinrichtungen sind für die Bedarfe im Endausbau ausgelegt.

Die von Sellhorn geplanten Infrastruktureinrichtungen umfassen neben der Herstellung der Betriebsflächen die Kabel und Leitungen für sämtliche Medien: 10/0,4 kV-E-Versorgung, Daten- und Sicherheitssysteme, Heiztechnik, Kühltechnik, Dampf, Kondensat, Druckluft, Trink- und Betriebswasser, Löschwasser, Schmutzwasser sowie Niederschlagswasser (Fassung und Ableitung in das öffentliche Sielsystem).

Das Werksgelände wird von externen Lieferanten mit Primärenergien und Versorgungsmedien versorgt. Hierfür sind Rohrleitungssysteme vorgesehen, die ab der Übergabestelle des öffentlichen Versorgers die Medien zur weiteren Nutzung, Umwandlung und Verteilung zunächst in das so genannte Powerhouse transportieren. Von dort erfolgt die weitere Verteilung bis zu den Verbrauchern auf dem Areal.

Der Leitungsstrang mit sämtlichen Versorgungsmedienleitungen erstreckt sich über eine Länge von mehr als 2,6 km. Für die Leitungsanschlüsse an die auf Pfählen tiefgegründeten Produktionshallen wurden Sonderlösungen entwickelt. Die Versorgungssicherheit wird durch einen ringförmigen Trassenverlauf mit 2 Anschlusspunkten am Powerhouse gewährleistet.

Für die Beheizung des Standortes wird aus einem nahe gelegenen Kraftwerk ganzjährig Dampf sowie während der Heizperiode Heißwasser geliefert.

Niederschlagswasser wird über Grundleitungen an die öffentlichen Sielleitungen abgegeben. Der Anschluss des Werksgeländes an die öffentliche Regenwasserleitung erfolgt an mehreren, bereits vorhandenen Einspeisepunkten entlang der gesamten Nordseite des Areals.

Die Höhensituation des vorhandenen öffentlichen Schmutzwassersiels erlaubt es, das Werksgelände mit Freispiegelleitungen anzuschließen. Anschlussschächte sind als Verbindungspunkte zwischen dem Werksschmutzwassernetz und dem öffentlichen Siel eingerichtet worden. Um die Einhaltung der zulässigen Schmutzwasserfracht zu kontrollieren, werden in den Anschlussschächten vor der Einleitung in das öffentliche Siel Probenahmestellen und ein MID (magnetisch induktiver Durchflussmesser) eingebaut.

Für die Befestigung der Betriebsflächen bzw. der Flugbetriebsflächen sind Betonsteine sowie eine 32 cm-Betondecke vorgesehen. Die Hauptwerksstraße wird in Asphaltbauweise erstellt. Die Flugbetriebsflächen werden mit einer hydraulisch gebundenen Tragschicht hergestellt, während alle anderen Betriebsflächen mit einer wasserdurchlässigen Schottertragschicht hergestellt werden. Insgesamt werden ca. 26 ha Fläche befestigt.




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