Container-Terminal Altenwerder (CTA)

Container Terminal Altenwerder
1. Bauabschnitt im August 2001
Auftraggeber:
HHLA CTA GmbH und
HHLA CTA Besitzgesellschaft mbH

Bauvolumen:
(anteilig) ca. 65 Mio. €

Leistungsumfang:
Gesamtplanung (Lph 1-6 gem. §56+57 HOAI), Mitarbeit in der Oberbauleitung 1. BA

Zeitraum:
Planung 1.-2. BA: 1999 - 2000
Bau 1. BA: 06/2000 - 11/2001
Bau 2. BA: bis 12/2004
Planung 3. BA: 02/2004 – 08/2004
Bau 3. BA: 2005-2006

Zusammenarbeit mit:
HHLA CTA GmbH, ICB GmbH, Hamburg

Die HHLA Container Terminal Altenwerder GmbH betreibt seit Mitte 2002 den gleichnamigen Container-Terminal (CTA), deren bauliche Umsetzung in drei Bauabschnitten erfolgte. Der CTA verfügt über 4 Liegeplätze für Großcontainerschiffe bei einer nutzbaren Kailänge von 1.400 m. Der Terminal wurde bei einer Geländetiefe von 600 m für den schnellen Containerumschlag zwischen Schiff, Bahn und LKW mit modernsten Umschlaganlagen ausgerüstet.

Von den seeseitigen Containerbrücken werden die Container auf führerlose Fahrzeuge (AGV = automatic guided vehicles) abgesetzt, die dann von der Steuerzentrale im Betriebsgebäude zu einem der 26 Stapelblöcke gelenkt werden. Dort wird der Container von führerlosen, schienengebundenen Stapelkränen aufgenommen und bis zu 4fach hoch in Stapelblöcken zwischengelagert. Die Verladung auf LKW bzw. der Weitertransport zur Bahnverladung über terminaleigene Chassis erfolgt durch die Stapelkräne auf der Landseite der Stapelblöcke.

Von Sellhorn wurden für den 1. bis 3. Bauabschnitt die Befestigung sämtlicher Betriebsflächen sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen zu allen Hochbauten (u. a. Check-Gate, Betriebsgebäude, Werkstatt, Zollstelle) geplant. Dabei handelte es sich um folgende Hauptkomponenten:

  • Grundstücksentwässerung: Regenwasserleitungen, Schmutzwasserpumpstationen mit Druckleitungen, getrennte Entwässerungseinrichtungen für Gefahrgutcontainer und Tankcontainerlager, Löschwasserrückhaltebecken
  • Trinkwasserversorgung: Einspeisung ins Grundstück mit Ringleitungen, Kaiwasserversorgung für Bunkerwasser der Seeschiffe, Löschwassereinrichtungen mit Unterflurhydranten
  • Gasleitungverteilungssystem
  • Kabelleerrohrsystem: Leerrohrtrassen für Mittel– und Niederspannung, Umspannanlage 110 kV/10 kV
  • Oberflächenbefestigung: hochstandfeste Asphaltdeckschichten mit polymermodifiziertem Sonderbindemittel auf Tragschicht aus Müllverbrennungsschlacke
  • Markierung und Beschilderung der Betriebswege
  • Auflagerbalken für Gefahrgutcontainer, Tankcontainerlager und Kühlcontainer-Station
  • Gleisanlagen (Schiene, Schwelle, Schotter) für schienengebundene Stapelkrane
    Bahnhof mit 6 Gleisen je 750 m Länge einschließlich Zuführungsgleis, Weichen und Bahnkabine
  • Auflagerbalken mit Pfahlgründung für die beiden Kranbahnen des Bahnhofs.

Der Terminal nahm im Juni 2002 seinen Betrieb auf. Bei überwiegend automatisiertem Betrieb erreichte die Anlage in der Inbetriebnahmephase des 1. Betriebsjahres Umschlagleistungen von 0,5 Mio. TEU. 2006 wurden bereits rd. 2,1 Millionen TEU umgeschlagen.




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