Höhenfreie Einfädelung der AKN-Linie A1

Höhenfreie Einfädelung der AKN-Linie A1
Querschnitt im Überwerfungsbereich
Auftraggeber:
AKN Eisenbahn AG

Bauvolumen:
ca. 20 Mio. Euro

Leistungsumfang:
Vorentwurf, Entwurf, Planfeststellungs¬unterlagen
(LPH 1 bis 7 gem. HOAI § 55 und 64)
Genehmigungsstatik, Ausschreibung, Mitwirkung bei der Vergabe, SiGe

Zeitraum:
2002 - 2006

Zusammenarbeit:
mit ICB Hamburg

Die Linie A1 der AKN Eisenbahn AG wird zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen zweigleisig ausgebaut. Die Einfädelung in den S-Bahnhof Eidelstedt erfolgt zukünftig höhenfrei und sorgt für eine wesentliche Entflechtung der Zugverkehre der AKN und der S-Bahn Hamburg.

Die Sellhorn Ingenieurgesellschaft hat die Generalplanung des Projekts „Höhenfreie Einfädelung“ übertragen bekommen. Wesentlicher Bestandteil der Maßnahme ist der Entwurf der Ingenieurbauwerke unter besonderer Berücksichtigung des laufenden Gleisbetriebs auf den betroffenen Strecken der AKN, der S-Bahn und der DB:

  • Nördliche Erweiterung eines bestehenden stark schiefwinkligen Kreuzungsbauwerks (Güterumgehungsbahn-Tunnel mit drei Röhren) zur Unter- und Überführung von Gleisen der DB, der S-Bahn und der AKN in Stahlbeton auf einer Bohrpfahlgründung
  • Neubau eines ca. 66 m langen Überwerfungsbauwerks (Tunnel) zur höhenfreien Kreuzung von S-Bahn- und AKN-Trasse mit einem Kreuzungswinkel von ca. 20° in Stahlbeton-Deckelbauweise und einer Bohrpfahlgründung
  • Bau mehrerer teils rückverankerter Stützwände, bereichsweise als Fangedamm ausgebildet, um Geländesprünge bis zu 12 m abzufangen, als Ortbetonwände mit Bohrpfahlgründungen
  • Bau eines Fuß- und Radwegtunnels als geschlossener Stahlbetonrahmen

Der Planungs- und Umbaubereich erstreckt sich über ca. 900 m AKN-Trasse und ca. 700 m S-Bahn-Trasse.

Die Umsetzung der Baumaßnahme erfolgt in mehreren Phasen, um abschnittsweise Baufreiheit und gleichzeitig einen reibungslosen Bahnbetrieb zu gewährleisten.

Als schwierige Umbauphase unter und neben dem rollenden Rad ist insbesondere die nördliche Erweiterung des Güterumgehungsbahn-Tunnels zu nennen, da sich alle Gleise nahezu ohne Unterbrechung in Betrieb befinden müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass vor der Erweiterung aus statisch-konstruktiven Gründen ein Teil des vorhandenen Bauwerks abgebrochen werden muss.

Im Rahmen der Entwurfsplanung und der Erstellung der Planfeststellungsunterlagen wurden neben der Koordination der Gesamtbaumaßnahme und der Erstellung der Förderanträge Zuarbeiten Dritter eingebunden:

  • Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (landschaftspflegerischer Begleitplan, Umweltverträglichkeitsstudie),
  • Lärmschutzgutachten,
  • Erschütterungsgutachten incl. Vergleichsmessungen,
  • Gründungsbeurteilung,
  • Trassierung der Bau- und Endzustände sowie
  • Starkstrom- und Oberleitungen.

Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens für die Höhenfreie Einfädelung haben die Bauarbeiten im Februar 2005 begonnen und wurden termingerecht vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland abgeschlossen.

Die Bauarbeiten der Ingenieurbauwerke sind in zwei Losen vergeben. Neben der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und der Mitwirkung bei der Vergabe umfasste die Leistung der Sellhorn Ingenieurgesellschaft auch das Erstellen der Genehmigungsstatiken für die Ingenieurbauwerke nach den neuesten DB-Vorschriften (RIL 804, 836) und den DIN-Fachberichten.

 




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