Lagerstätten
für Baggergut aus dem Hamburger Hafen
 |
 |
| Schlicklagerstätte Francop,
Hamburg |
|
Auftraggeber:
Freie und Hansestadt Hamburg
Wirtschaftsbehörde, Strom- und Hafenbau
Bauvolumen:
nicht relevant
Leistungsumfang:
Machbarkeitsstudien, Objektplanung (Lph 1 7, § 55
HOAI)
Zeitraum:
1985 - 2000
Zusammenarbeit:
Arbeitsgemeinschaft Schlicktechnik, Hamburg
|
|
Im Rahmen der ständigen Unterhaltung der planmäßigen
Wassertiefen im Hamburger Hafen fallen jährlich bis zu 2,5 Mio.
m³ Baggergut an, welches aus Sand, belasteten Ton- und Schlufffraktionen
und großen Wasseranteilen besteht. Nach dem Erkennen von Umweltauswirkungen
des Baggerguts wurden von der Freien und Hansestadt Hamburg eine große
Reihe interdisziplinärer naturwissenschaftlicher und ingenieurtechnischer
Untersuchungen veranlasst. Wenn auf universitärer Ebene das Bindungsverhalten
und das Freisetzen von Schadstoffen aus den Feinfraktionen und in Forschungsinstitutionen
das Klassieren und Entwässern von Baggergut grundlegenden Untersuchungen
unterzogen wurden, so war es Aufgabe der Ingenieure, Landlagerstätten
für die entmischten Bestandteile Sand und belasteter Schlick zu
konzipieren, entwurfsmäßig zu planen und planrechtlichen
Genehmigungen zuzuführen.
Von Sellhorn als Partner der Arbeitsgemeinschaft Schlicktechnik wurden
im Laufe von mehreren Jahren für die beiden hamburgnahen Standorte
Francop und Feldhofe folgende Titel bearbeitet:
- Entwicklung von Lagerstättenvarianten hinsichtlich Materialeigenschaften
und Gestaltung
- Gestaltung und Bemessung des internen Entwässerungssystems
- Beurteilung des Schlicks hinsichtlich Dichtungseigenschaften und
Gasungsverhalten
- Standsicherheitsnachweise zu den Außenböschungen
- Definitionen von Einbaukriterien für Schlick, Sand, Filtermaterialien
und sonstigen Einbauteilen.
Die mit Sellhorn entwickelte Lösungsvariante für die Landlagerstätte
Francop wurde in Form eines Bebauungsplans mit Grünordnungsplan öffentlich-rechtlich
genehmigt.
Der Aufbau der Schlicklagerstätte in Feldhofe erfolgte nach gleichen
Grundsätzen wie in Francop, wobei hier allerdings eine vorhandene
Teilaufhöhung ökologisch unbedenklich in das Gesamtkonzept
einbezogen werden musste. Die Planungen zum Standort Feldhofe mündeten
in die Erstellung der Unterlagen für ein Planfeststellungsverfahren
nach Kreislaufwirtschafts-/Abfallgesetz. Die Lagerstätte Feldhofe
wurde im Folgenden planfestgestellt, sie befindet sich gegenwärtig
in der Phase der Aufhöhung mit Baggergut.
|