Erhaltung
und Instandsetzung eines Lotsenhauses in Hamburg-Blankenese,
Strandweg 22
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Auftraggeber:
J. Kebschull, Hamburg Bauvolumen:
keine Angabe
Leistungsumfang:
Projektentwicklung und schlüsselfertige Sanierung. Objektplanung
und Bauüberwachung (§15 HOAI), Tragwerksplanung (§64
HOAI)
Planungszeitraum:
Februar bis September 2006
Zusammenarbeit:
Michaela Hannesson, Architektin,
Hamburg
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Das Lotsenhaus Strandweg 22 liegt am Fuße des Treppenviertels
in Hamburg Blankenese. Erbaut wurde das Haus Anfang des 20. Jahrhunderts
und über die Jahre mehrfach umgebaut. Bei Übernahme durch den
Auftraggeber hatte das Haus drei Wohneinheiten mit einer Bruttogeschossfläche
von 250 m². Die Wohnungen waren zum größten Teil heruntergekommen
und verwohnt.
Aufgabe des Bauvorhabens war die Erhaltung, Instandsetzung und Wiederherstellung
des ursprünglichen Erscheinungsbildes des Wohnhauses. Die Raumaufteilung
und Hausausstattung sollte entsprechend den Wünschen des Auftraggebers
bei einer möglichst weitgehenden Beibehaltung der Bausubstanz umgestaltet
werden. Die statisch erforderlichen Änderungen, welche auch die Möglichkeiten
der neuen Grundrissplanung beeinflussten, ergaben sich erst nach einer
behutsamen Entkernung des Hauses. Dabei stellte sich heraus, dass der
Dachstuhl und die Holzbalken der Erdgeschossdecke erhalten werden konnten
und nur statisch und konstruktiv der neuen Raumaufteilung angepasst werden
mussten. Die Tragfähigkeit der bestehenden Holzbalkendecke im Kellergeschoss
entsprach aufgrund von angerotteten Holzbalken nicht mehr den statischen
Erfordernissen und wurde durch eine Kappendecke ausgetauscht.
Folgende Baumaßnahmen wurden außerdem durchgeführt:
- Kellergeschoss: Die vorhandene Kellertreppe wurde durch eine neue
Stahlbetontreppe mit geänderter Lage ersetzt.
- Erdgeschoss: Für den Einbau eines großzügigen Kamins
wurde der vorhandene Schornstein erneuert. Im Bereich der vorderen Haustür
wurde ein Windfang aus einer Glas-/Stahlkonstruktion in den Grundriss
integriert. Die bestehende einläufige Erdgeschosstreppe wurde durch
eine zweiläufige Holztreppe ersetzt.
- Obergeschoss: Das Obergeschoss wurde zum Spitzboden hin geöffnet.
Dafür wurde die Deckenverkleidung entfernt, sodass Zangenlage und
Sparren der bestehenden Dachkonstruktion sichtbar wurden.
- Dachkonstruktion: Das Dach erhielt eine aufgesetzte Wärmedämmung
über den vorhandenen Sparren. Die neue Dacheindeckung erfolgte
mit Tonpfannen, die dem alten Erscheinungsbild in Form und Farbe entsprechen.
- Fenster und Fassade: Die alten Sprossenfenster wurden durch Holzsprossenfenster
mit Isolierverglasung ersetzt. Zur Steigerung der Wärmedämmung
im Erd- und Obergeschoss wurde eine Innensanierungsplatte aus Kalziumsilikat
an die Außenwände angebracht.
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