Neubau der Rethebrücke im Hamburger Hafen

Neubau der Rethebrücke im Hamburger Hafen
Vorhandene Rethebrücke Ostseite
Auftraggeber:
HPA Hamburg Port Authority

Bauvolumen: ca. 82 Mio. Euro

Leistungsumfang:
Vorentwurf, Entwurf, Planfeststellungs- unterlagen, Ausschreibung und Mitwirkung bei der Vergabe
LPH 1 – 4, 6 7 gem. HOAI § 55;
LPH 1 – 3, 6 gem. HOAI § 64
Projektsteuerung, SiGeKo

Zeitraum: 2006 bis 2009

Zusammenarbeit:
in Ingenieurgemeinschaft
und mit ICB Hamburg GmbH

Die 1934 gebaute Rethe-Hubbrücke ist die Straßen- und Gleisverbindung zwischen den Gebieten Neuhof und Hohe Schaar im Hamburger Hafen und dient dem Anschluss der Hafengebiete in Altenwerder/Moorburg und Harburg an den mittleren Freihafen sowie der Entlastung der Haupthafenroute über die Köhlbrandbrücke. Das Hafenbahngleis verbindet die Haupthafenbahnhöfe Hamburg Süd und Hohe Schaar. Die vorhandene Brücke ist stark geschädigt, insbesondere auch der maschinenbauliche Antrieb, so dass ein Neubau erforderlich ist.

Ein weiteres wesentliches Ziel für die zu planende Infrastrukturanlage besteht in der Verbesserung der verkehrlichen Situation durch eine Entflechtung der Abhängigkeiten zwischen Straße und Schiene (Hafenbahn). Hierzu ist nördlich der Rethe und im Bereich der Querung eine parallele Verkehrsführung von Straße und Schiene zu realisieren. Im südlichen Anschlussbereich der beweglichen Brücke ist ein Überwerfungsbauwerk erforderlich, so dass plangleiche Bahnübergänge vermieden werden.

Im Rahmen der Planungen werden von uns folgende Leistungen erbracht:

  • Konzeption der Fahrrinnengestaltung
  • Entwurf der Uferwände und Schutzsysteme
  • Entwurf der Vorlandbrücken für Bahn und Straßen
  • Entwurf eine 196 m langen Straßenbrücke über den Bahnhofskopf Hohe Schaar

Einhergehend mit der Baumaßnahme zum Neubau der Rethebrücke sollen die nautischen Bedingungen im Bereich der Rethe verbessert und dem zukünftigen Schiffsverkehr angepasst werden. So wurde in Abstimmung mit HPA - Oberhafenamt eine Vergrößerung der Fahrrinnenbreite von 44 m auf 64 m wie auch eine Veränderung der Richtfeuerachse vorgenommen.

Die bewegliche Brücke ist als vierflügelige Klappbrücke getrennt für Bahn- und Straßenverkehr vorgesehen.

Die einfeldrigen Vorlandbrücken im Süden des neuen Bauwerks sind ebenfalls als getrennte Überbauten mit Auflagerung auf dem Widerlager der beweglichen Brücke und einem landseitigen Widerlager konzipiert. Der Entwurf sieht die Bahnbrücke in Stahlbauweise vor, während die Straßenbrücke mit abweichendem Höhenniveau in Stahlbetonverbundbauweise erstellt werden soll. Die Stützweite beträgt 40 m.

Die mehrfeldrige Straßenbrücke ist ebenfalls als Stahlbetonverbundbrücke geplant und überführt die elektrifizierten Hafenbahngleise.


 




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