Sanierung Metallhüttengelände Lübeck-Herrenwyk
Auf dem ca. 82 ha großen Gelände der früheren Metallhüttenwerke in Lübeck-Travemünde lagern Abfälle (Schlacken, Gichtgasstäube und -schlämme) der von 1907 bis 1990 betriebenen Produktionsstätten. Die Abfälle wurden auf dem oberen nichtabgedeckten Grundwasserleiter aufgehaldet oder auch über die Steilkante am Ufer der Trave abgekippt. Der Sanierungsplan sieht u. a. das Einkapseln des etwa 1.400 m langen, am Traveufer gelegenen Teils des Betriebsgeländes vor. Von Sellhorn wurde demzufolge ein Sicherungskonzept zur Verhinderung weiterer Emissionen in den Boden, in das Grundwasser und in die Trave entwickelt, wobei sowohl die ufernahen Abfallhalden als auch das Dichtungssystem sicher gegen Grundbrüche und Wellenerosion auszubilden waren. Die Sellhorn Ingenieurgesellschaft gewann mit ihrem Vorschlag
einer 1-Phasen-Schlitzwand und einer wasserseitigen Vorschüttung
den 1. Preis des Wettbewerbs und wurde beauftragt, den Entwurf sowie die
Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren gemäß
§ 31 WHG zu erstellen. Die Rezeptur für ein beständiges
Schlitzwandmaterial wurde unter Berücksichtigung des Bodenmilieus
anhand von Eignungsprüfungen im Labor entwickelt. |
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