Neubau eines Schiffsanlegers für Fahrgastschiffe, Geesthacht

Fertiggestellter Schiffsanleger
Auftraggeber:
Stadt Geesthacht
Bauamt- Stadtplanung

Bauvolumen:
ca. 500.000 €

Leistungsumfang:
LPH 1 - 9 § 55 HOAI + örtliche Bauüberwachung § 57 HOAI

Zeitraum:
August 2001 bis September 2003

Zusammenarbeit:
keine

Im Rahmen des städtischen Projektes „Geesthacht an die Elbe!“ ist an der tideunabhängigen Oberelbe ein Schiffsanleger für Fahrgastschiffe errichtet worden. Der neue Schiffsanleger liegt am nördlichen Elbeufer unmittelbar oberhalb des Zufahrtsbereiches der Geesthachter Schleuse. Um Kollisionen der Fahrgastschiffe mit der dicht unter Ufer stromabwärts fahrenden Berufsschifffahrt zu vermeiden, wurde für den Anleger in enger Abstimmung mit dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt eine ca. 20 m tiefe und rd. 180 m lange Anlegebucht hergestellt, so dass angelegte Schiffe hinter der ursprünglichen Uferlinie liegen. Die Länge der Anlegebucht wurde so gewählt, dass auch größeren Fahrgastschiffen trotz des Einfahrens in die Bucht ein bequemes An- und Ablegen möglich ist. Um den am Anleger verkehrenden unterschiedlichen Schiffstypen Rechnung zu tragen, wurden zwei gestaffelte Betriebsebenen vorgesehen.

Das Bauwerk besteht aus einer gestaffelten Spundwandkonstruktion. Die Spundbohlen haben Längen zwischen 7,60 m und 9,10 m und binden bis maximal ca. NN -4,10 m in den Boden ein. Im Planungsgebiet wurden ausschließlich tragfähige Fein- und Mittelsande erkundet. Die Anker wurden als Verpresspfähle nach DIN 4128 ausgeführt und mit einer Neigung von 35° in den Baugrund eingebracht.
Die Länge des Bauwerkes von 40 m wurde aus wirtschaftlichen Gründen auf die heute verkehrenden Fahrgastschiffe abgestimmt, eine mögliche beidseitige Verlängerung zur Anpassung an zukünftige Bedarfe wurde jedoch bereits bei der Planung berücksichtigt.

Für die Herstellung der Anlegebucht wurden insgesamt rd. 22.000 m³ Boden ausgehoben. Der Bodenaushub erfolgte landseitig. Die neu herzustellende Ufersicherung wurde analog zum ursprünglichen Aufbau mit einer Schüttsteinböschung ausgeführt.

Die Kaifläche ist gemäß den Vorgaben der für die Umgestaltung des Hafenbereiches verantwortlichen Architekten terrassenförmig mit verschiedenen Ebenen behinderten-gerecht angelegt und mit hochwertigen Betonsteinplatten befestigt, so dass sich das Bauwerk hervorragend in das Gesamtbild des neu gestalteten Hafenbereichs einpasst. Die Geländesprünge werden mit Ortbetonwinkelwänden gesichert.

Der Schiffsanleger sowie die Anlegebucht wurde nach rd. einem halben Jahr Bauzeit fertig gestellt und dem Bauherrn im September 2003 übergeben.




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