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Baggerung Hafen Leer

Nördliches Ende Industriehafen
Auftraggeber:
Stadtwerke Leer GmbH

Bauvolumen:
ca. 5,25 Mio €

Leistungsumfang:
Objektplanung
Lph 1-7 gem. HOAI § 55

Planungszeitraum:
Juni 2002 - März 2004

Zusammenarbeit:
keine

Der Hafen Leer, in welchem hauptsächlich Stückgut-, Massengut- und Speiseölumschlag stattfindet, gehört mit ca. 20 hafengebundenen Betrieben zu den wichtigen kommunalen Häfen des Landes Niedersachsen.

Der Hafen befindet sich südlich vom Stadtzentrum und teilt sich in zwei Arme, den Handels- und den Industriehafen. Im südlichen Teil ist der Hafen über eine Schleuse mit der Bundeswasserstraße Leda verbunden. Bedingt durch die Schleusungen findet ein ständiger Eintrag von Feinfraktionen (fluid mud) aus der Ems und der Leda in den Leeraner Hafen statt, so daß zur Erhaltung der Schiffbarkeit Unterhaltungsbaggerungen notwendig sind.

Die gegenwärtige Projekt ist darauf ausgerichtet im Industriehafen mit einer Länge von ca. 1300 m die planfestgestellte Wassertiefe von 6 m wiederherzustellen. Die Maßnahme umfasst die Nassbaggerarbeiten, die Einrichtung einer hafennahen Ablagerungsfläche mit einer Größe von ca. 10 ha zur Aufnahme von ca. 320.000 m³ unbelastetem Baggergut sowie die Entsorgung von ca. 1.400 m³ mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastetem Baggergut.

Die Nassbaggerarbeiten sind unter laufendem Hafenbetrieb durchzuführen. Auf die Minimierung von Beeinträchtigungen der Gewässergüte zum Schutz vom Fischbesatz wird dabei besonderen Wert gelegt. Für den Betrieb der Ablagerungsfläche wurde ein umfassendes Monitoringprogramm erarbeitet, um die Einleitung des Überstandswassers aus der Ablagerungsfläche in die Wasserstraße Leda zu überwachen.

Im Vorfeld der Planung wurden Untersuchungen zur Gewässergüte/-biologie, zu den Auswirkungen der Baggerung im Gewässer und der Baggergutablagerung an Land sowie Bodenerkundungen an der Ablagerungsfläche durchgeführt.

Neben der Objektplanung wurden von Sellhorn als zusätzliche Leistungen Grundlagenpläne erarbeitet, eine digitale Massenermittlung auf der Grundlage von Peilplänen durchgeführt sowie Entsorgungswege für das belastete Baggergut erarbeitet. Sellhorn obliegt ebenfalls die Koordination von Fachplanern.




Sellhorn Ingenieurgesellschaft mbH
Teilfeld 5, 20459 Hamburg, Tel./Fax 040 361201-0/-28
eMail: info@sellhorn-hamburg.de, Internet: http://www.sellhorn-hamburg.de