Referenzen Sanierung und Denkmalschutz
Ob die Durchführung umfangreicher Sanierungsmaßnahmen oder die Planung und das Projektmanagement von Stadtentwicklungskonzepten: Um für alle Aufgaben im Bereich Immobilienwirtschaft bestens gerüstet zu sein, arbeitet die Sellhorn Ingenieurgesellschaft eng mit Geographen, Stadtplanern, Landespflegern und Biologen zusammen.
> Ertüchtigung der Kaimauer Ericusspitze
> Instandsetzung der Kaianlagen 1–7, Hafen Shuwaikh, Kuwait
> Sanierung des Kirchenschiffes Hauptkirche St. Michaelis
> Ertüchtigung der Kaimauer Hübnerkai
> HafenCity Hamburg
> Sanierung und Rekonstruktion Zollenspieker Fährhaus, Hamburg

Ertüchtigung der Kaimauer Ericusspitze

Die Ericusspitze im Hamburger Hafen zählt zu den markantesten Punkten im Osten der neuen HafenCity mit einem bedeutsamen historischen Hintergrund. Auf dem Gelände der Ericusspitze wurde 1611 die Bastion Ericus als Teil der Stadtmauer errichtet. Ab 1885 erfolgte dann die Errichtung einer Kaimauer für den Treibstoffumschlag, die 1907 erhöht und im Laufe der Jahre in kleinerem Umfang teilsaniert und verändert wurde.
Das Gelände der Ericusspitze soll in Zukunft vom Spiegelverlag als Firmensitz genutzt werden, sodass die
alte Kaimauer saniert und ertüchtigt werden musste. Um die zukünftigen Nutzungsanforderungen zu erfüllen, wurde die Sellhorn Ingenieurgesellschaft beauftragt, eine Variantenuntersuchung für mögliche Ertüchtigungsmaßnahmen durchzuführen. Im Anschluss erfolgte die Auswahl einer Variante mit Fortführung
der Planung bis zur Ausschreibung sowie Erstellung der Ausführungsstatik. Nach Auftragsvergabe an eine Baufirma erfolgte dann die Bauüberwachung durch Sellhorn.
Auftraggeber:
HafenCity Hamburg GmbH, Hamburg
Bauvolumen:
ca. 5,0 Mio. EUR
Leistungsumfang:
Variantenuntersuchung, Entwurf, Ausschreibung, Ausführungsstatik, Bauüberwachung, Bauoberleitung
Zeitraum:
2007–2008
Instandsetzung der Kaianlagen 1–7, Hafen Shuwaikh, Kuwait

Der Hafen Shuwaikh liegt an der Küstenlinie von Kuwait im Arabischen Golf. Beruhend auf Planungen zum Ausbau des Hafens und der Errichtung eines neuen Container Terminals wurde Sellhorn, in Kooperation mit HPC, von der Kuwait Port Authority der Auftrag zur Sanierung einer im Hafen befindlichen Kaianlage erteilt. Das Nutzungskonzept für die Kaianlage sieht den Umschlag von Containern und Stückgut vor. Des Weiteren soll durch die Instandsetzung eine Ausgleichszone für den geplanten neuen Container Terminal im Norden geschaffen werden.
Der Auftrag beinhaltete unter anderem die Konzipierung verschiedener Planungsphasen, die Bewertung der erforderlichen Terminal- und Kaiflächen sowie die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen inklusive der Spezifizierung des erforderlichen Equipments und der Aufbereitung der Vertragsbedingungen.
Auftraggeber:
Kuwait Port Authority, Kuwait
Bauvolumen:
140 Mio. EUR
Leistungsumfang:
Entwurfsplanung,
Ausführungsplanung,
Ausschreibungsunterlagen
Zeitraum:
2008–lfd.
Zusammenarbeit mit:
HPC Hamburg Port Consulting
Sanierung des Kirchenschiffes Hauptkirche St. Michaelis

Für die bereits mehrmals zerstörte Hauptkirche St. Michaelis mussten, nach ihrem letzten Wiederaufbau im Jahre 1912, umfangreiche generelle Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Bereits seit 1983 liefen die Arbeiten am Hamburger „Michel“ fast kontinuierlich. 1996 wurden die umfassenden Turmsanierungsarbeiten abgeschlossen; von 2006 bis 2007 wurde das Mauerwerk der Außenfassade aufgearbeitet sowie die Krypta unterhalb des Kirchenschiffes renoviert.
Die bereits seit 2008 laufenden Sanierungsarbeiten im Inneren sowie am Dach des Kirchenschiffes waren sehr aufwendig und nur schwer mit dem eigentlichen Betrieb der Kirche zu vereinbaren. Um die Arbeiten möglichst schnell fertig zu stellen, wurde eine Bauzeit von insgesamt nur zwei Jahren angesetzt.
Die durchzuführenden Arbeiten umfassten im Einzelnen die Erneuerung und Modernisierung der gesamten Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation – u. a. auch ein neues Beschallungs- und Beleuchtungskonzept.
Auftraggeber:
Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg
Bauvolumen:
ca. 15 Mio. EUR
Leistungsumfang:
Projektsteuerung, Kosten- und Terminkontrolle
Zeitraum:
2005–2010
Ertüchtigung der Kaimauer Hübnerkai

Die Kaimauer Hübenerkai befindet sich am südlichen Rand der HafenCity Hamburg, einem Stadtentwicklungsprojekt im Hamburger Hafen. Die vorhandene Uferwand wurde durch die vorgesetzte neue Kaimauer ertüchtigt. Sie weist eine Länge von ca. 280 m auf und besteht aus einer Spundwand mit aufgesetztem Stahlbetonholm und einer Rückverankerung aus Bohrverpresspfählen. Der Kaimauerholm wurde auf der Wasserseite mit Verblendmauerwerk verkleidet.
Die Ausführungsplanung der Sellhorn Ingenieurgesellschaft umfasste alle Gewerke und beinhaltete Rammpläne, Ankerpläne für die Bohrverpresspfähle, Schal- und Bewehrungspläne, Mauerwerkspläne, Stahlbaupläne für die Kaimauerausrüstung und weitere Detailpläne.
Auftraggeber:
Josef Möbius
Bau-Aktiengesellschaft GmbH
Bereich Wasserbau, Stralsund
Bauvolumen:
ca. 5,0 Mio. EUR
Leistungsumfang:
Ausführungsplanung
Zeitraum:
2009
HafenCity Hamburg: Bewertung von Konzepten, Planung von Kaimauern und Freiplätzen

Auf einer Fläche von 155 ha entstand ein neues städtisches Quartier mit einer gemischten Nutzung aus Wohnen, Gewerbe, Freizeit, Einzelhandel und Kultur. Nach dem im Februar 2000 vom Senat beschlossenen Masterplan wurden hier insgesamt 1,6 Millionen m² BGF gebaut: 5.500 Wohnungen für 12.000 Einwohner, Dienstleistungsflächen für mehr als 20.000 Arbeitsplätze sowie Gastronomie, Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen, Parks und Freiflächen.
Was dieses Vorhaben weltweit von ähnlichen Städtebau-Projekten unterscheidet, ist vor allem die Lage: Die HafenCity ist zu Fuß in wenigen Minuten vom Hamburger Rathaus und vom Hauptbahnhof aus zu erreichen. Sie schließt sich unmittelbar an die heutige Innenstadt an und wird diese um rund 40 Prozent erweitern.
Im Vorwege der Vertragsabschlüsse zwischen der stadteigenen HafenCity Hamburg GmbH und den Investoren wurden von der Sellhorn Ingenieurgesellschaft zusätzliche Aufwendungen der Investoren überprüft und Alternativplanungen durchgeführt.
Auftraggeber:
HafenCity Hamburg GmbH
Bauvolumen:
ca. 150 Mio. EUR
Leistungsumfang:
Überprüfung und Bewertung von grundstücksbedingten Mehrkosten für Baumaßnahmen der Investoren
Zeitraum:
2002–2008
Sanierung und Rekonstruktion Zollenspieker Fährhaus, Hamburg

Das unter Denkmalschutz stehende Zollenspieker Fährhaus blickt auf eine mehr als 750-jährige Geschichte zurück. Es diente als Zollstation, als Fährhaus an einer der ältesten Hamburger Fährstellen über die Elbe und wohl seit jeher schon als Gasthaus und Raststätte. Ursprünglich als Zollturm erbaut, wurde das Gebäude nach der Zerstörung durch Lüneburger Truppen 1620 schon im folgenden Jahr neu errichtet und erhielt mit der Aufhebung der Zollkasse im Jahre 1863 nach dem Anbau eines Tanzsaales seine unverwechselbare Gestalt, die seither ohne erhebliche bauliche Veränderungen heute noch erhalten ist.
Das historische Gebäude war vor der durchgeführten Ertüchtigung einsturzgefährdet und in allen Bauteilen sanierungsbedürftig. Die Eigentümerin des Zollenspieker Fährhauses beauftragte die Sellhorn Ingenieurgesellschaft mbH mit der Planung und ganzheitlichen Abwicklung der Sanierung und Rekonstruktion.
Auftraggeber:
Zollenspieker Fährhaus GmbH & Co., Hamburg
Bauvolumen:
keine Angaben
Leistungsumfang:
gem. HOAI §§ 15, 37, 45, 55, 57, 64, 73, 92
alle Leistungsphasen
Zeitraum:
1995–1998
